Wo: Fachhochschule - Wann: 18. Juni 2007
Am Dienstag erhielt Dipl.Ing. (FH) Kerstin Hecht, Absolventin des Studienganges Feinwerktechnik an der Fachhochschule Jena, den CES-Förderpreis des VDI 2007 für ihre sehr erfolgreiche Diplomarbeit. Die Untersuchungen zu Formeinsätzen aus Quarzglas in der Anwendung für Werkzeuge für die Kunststoffverarbeitung, insbesondere für das Spritzgießverfahren, so lautete das Diplomthema der jungen Wissenschaftlerin, führten zu inzwischen bereits patentierten Ergebnissen. Neben umfangreichen Recherchen zur Thematik umfasst die Arbeit von Kerstin Hecht Versuchsauswertungen zum Schleifen und Laserstrahlpolieren von Quarzglas sowie zum Kunststoffspritzgießen in Werkzeugen mit Quarzglaseinsätzen einschließlich einer daraus resultierenden Patentschrift. Die vorliegenden Forschungsergebnisse bestätigen die vermuteten Vorteile und den Nutzen von laserbearbeiteten Quarzglas-Formeinsätzen in der Kunststoffverarbeitung. So ermöglicht beispielsweise die Laserbearbeitung komplizierteste Formgebungen bis in den Mikrobereich. Formen aus Quarzglas sind, verglichen mit herkömmlichen Metallformen, nicht korrosionsanfällig und wesentlich abriebfester. Für die Industrie erweitern sich damit die Möglichkeiten der Formgebung mittels Kunststoff-Spritzgießens und gleichzeitig sinken bei der Fertigung hoher Stückzahlen die Werkzeugkosten wegen des geringeren Verschleißes von Quarzglas. Die heutige Preisverleihung unterstreicht nachhaltig die sehr gute Einschätzung der Arbeit von Kerstin Hecht seitens ihrer drei Betreuer: Professor Dr. Jens Bliedtner, Laserspezialist im Fachbereich SciTec der FH Jena, Dr. Hartmut Müller vom Günther-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH (IFW) und Dr. Peter Käckell von der Patentanwaltskanzlei Geyer, Fehners & Partner (GbR). Folgerichtig erhielt Frau Hecht die Möglichkeit, als Doktorandin der FH Jena in Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau und dem IFW Jena ihre Forschungen auf dem Gebiet der Infrarot Wechselwirkungen mit dem Werkstoff Glas weiterzuführen. Die Carl-Eduard-Schulte-Stiftung fördert mit ihrem Preis seit 1991 jährlich herausragende aktuelle Diplomarbeiten insbesondere auf dem Gebiet der Produktionstechnik mit insgesamt bis zu 4.500 Euro. In diesem Jahr wurden vier, der von den deutschen Universitäten und Fachhochschulen eingereichten Arbeiten prämiert. Bei der Beurteilung aller vorgelegten Arbeiten lag das besondere Augenmerk auf der raschen praktischen Nutzbarkeit der Ergebnisse in Unternehmen des Maschinen und Werkzeugbaus. Die Preise wurden im Rahmen des 28. VDI/VDEh-Forums Instandhaltung 2007 in Stuttgart übergeben. (jenakompakt.de) Foto: fh-jena.de
Doktorandin Kerstin Hecht bei
Arbeiten am Excimer-Laser zur
Laser-Mikro-Bearbeitung

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