Stadt & Leute vom 7. November 2007

Marcus Feiler mit Katrin Sander, Leiterin der Polizeiinspektion Jena In der Nacht des 1. September 2007 wurden einige Mieter in der Ziegesarstraße in Jena Lobeda-Ost durch ungewöhnlichen Lärm geweckt: In einem Hauseingang und auf der Straße waren Zerstörer am Werk. Sie hantierten mit mehreren Feuerlöschern, die sie zuvor aus einem Treppenhaus rabiat herausgerissen hatten, wobei sie unter anderem auch die Halterungen zerstörten.
Jemand alarmierte die Polizei, die bald eintraf. Ein Bewohner des Hauses, in dem der Schaden entstand, begab sich dagegen sofort zum Tatort: Marcus Feiler ging ohne Zögern direkt auf die mutmaßlichen Randalierer zu und hielt einige von ihnen bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Ein mutiger Schritt, finden sowohl jenawohnen als auch die Jenaer Polizeiinspektion. Daher luden sie den jungen Mann nun gemeinsam zu jenawohnen ein, um ihm für seinen couragierten Einsatz ganz herzlich zu danken. Marcus Feiler sieht seine mutige Tat jedoch ganz sachlich und wehrte das Lob bescheiden ab: Er habe keinen Moment daran gezweifelt, dass er gegen solch blinde Zerstörungswut aktiv vorgehen müsse. Er fühle sich als Mieter von jenawohnen in Lobeda wohl und das solle schließlich auch so bleiben.
Die Verantwortlichen des Wohnungsunternehmens, die Leiterin der Jenaer Polizeiinspektion Katrin Sander sowie der Kontaktbereichsbeamte (KoBB) für den Stadtteil Lobeda Bernd Sprengler würdigten anlässlich dieses Treffens das Besondere am Einsatz von Marcus Feiler. Katrin Sander fasste dies so zusammen: „Mit Ihrem beherztem Eingreifen haben Sie nicht nur geholfen, eine Straftat aufzuklären. Sie haben außerdem ein hervorragendes Beispiel dafür gegeben, dass es eine Alternative zum „Wegsehen“ gibt. Wir wünschen uns, dass Ihr Engagement möglichst weithin bekannt wird und in ähnlichen Situationen auch andere zum Handeln anspornt.“
Text: Sabine Eberl
Diesen Artikel: Ergänzen (0 vorhanden) | Bookmark | Weiterempfehlen

Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen.