Wo: Pressemitteilung - Wann: 19. Juli 2010
Eine ganze Reihe von Anzeigen im Rahmen von Phishing bearbeitet derzeit die Kriminalpolizei in Jena und Weimar.
Die Schadenshöhen liegen im Einzelnen zwischen 1000 und 6000 Euro. Dabei haben die Phishingbetrüger ihre Methoden offenbar verfeinert, ihr Agieren ist nicht mehr so einfach zu erkennen wie in der Vergangenheit.
Phishing ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus dem englischen „Password fishing“, zu Deutsch dem Abfischen von Passwörtern.
Wurden in der Vergangenheit haufenweise e-mails mit täuschend echt aussehenden Eingangsportalen von Banken und Sparkassen versandt, in denen die Adressaten aufgerufen wurden ihre Bankdaten und die PIN einzugeben, geht man jetzt differenzierter vor. Sogenannte Trojaner werden auf dem elektronischen Weg zwischen Kunden und Bank zwischengeschaltet. Geht der Kunde ins Online-Banking kann es vorkommen, dass sich am Bildschirm plötzlich ein Fenster öffnet. Dort wird der Kunde informiert, dass es eine Störung gegeben hat und aufgefordert seine Daten bis hin zur TAN einzugeben. In einigen Fällen brach auch das Bild kurz zusammen.
Als Faustregel zum Schutz vor Plünderung des eigenen Kontos durch Fremde gilt, das Online-Banking sofort abzubrechen wenn irgendetwas anders verläuft als gewohnt. Banken fragen niemals Daten ab. Ein sicherer Schutz ist auch, jede benutzte TAN gleich zu streichen um so den Überblick zu behalten. Wird man zur Eingabe einer bestimmten TAN aufgefordert und hat diese schon benutzt, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass gerade ein Phishing-Angriff stattfindet. Jeder Warnhinweis, der sich zwischenschaltet, ist ein Indiz, erst recht wenn darin Grammatik-und Rechtschreibfehler enthalten sind, denn die Täter stammen in der Regel aus dem Ausland . Auch Virenprogramme stets auf dem aktuellen Stand zu halten, ist von Vorteil. Empfohlen wird des Weiteren, die Kontoauszüge regelmäßig zu kontrollieren um unberechtigte Abhebungen sofort festzustellen. Ist es zu einem Schaden gekommen, sollte der erste Weg zur Bank und der nächste zur Polizei führen.
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