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Breite Anwendung von LED-Straßenbeleuchtung ist noch Zukunftsmusik

Von Daniel Bohnsack

[Analyse]

Mit dem Start der LED-Straßenbeleuchtung in Jena hat dieses Thema durchaus Raum in den Medien eingenommen: Jenapolis.de , JenaTV (Video), Presselog . Die Vorzüge dieser Technik sollen in Energieeinsparungen, geringeren Wartungskosten und Schutz der Umwelt liegen. Dabei ist sie noch lange nicht so ausgereift, wie das häufig dargestellt wird.

LEDs bei Straßenbeleuchtung immer noch nicht serienreif

Leider ist es immer noch eine Tatsache, dass es bezüglich LED-Straßenleuchten jede Menge Ansätze gibt, aber noch kein serienreifes Produkt auf dem Markt existiert. Viele Kommunen experimentieren momentan, fast jeder namhafte Außenleuchtenhersteller hat derzeit ein LED-Straßenleuchtenprojekt. Hierbei spielen Faktoren wie Blendwirkung, Wärmemanagement und Anschaffungskosten der LED-Straßenleuchten die wesentlichsten Rollen.
Die Entwicklung dieser Leuchten ist ein Zusammenspiel zwischen Leistung der LEDs, deren Anordnung und optischen Wirkung und vor allem dem Wärmemanagement sowohl der Platinen als auch der Gesamtkonstruktion.

Nicht alles Gold, was glänzt

Der Wettbewerb zwischen den großen weltweit bekannten LED-Herstellern OSRAM (Deutschland), NICHIA (Japan), CREE (USA), SEOUL (Korea) und PHILIPS (Niederlande) nimmt zu und zeigt sich inzwischen fast täglich anhand neuer Nachrichten bezüglich der Leistungsfähigkeit. Die 100-Lumen/ Watt-Grenze soll schon geknackt worden sein, obwohl allgemein dazu geraten wird, derartige Mitteilungen vorerst mit Vorsicht zu genießen, da es sich dabei meist nur um Laborergebnisse handelt. Auch bezüglich der Leuchtdauer, wo manchmal schon 100.000 Stunden und mehr kommuniziert werden, muss man eine äußerst differenzierte Sichtweise an den Tag legen.

Achillesferse Wärmemanagement

Wie bereits erwähnt, ist das Wärmemanagement einer der wichtigsten Faktoren, um den Betrieb einer LED-Leuchte aufrecht zu erhalten. Zwar haben LEDs einen weit größeren lichtbezogenen Wirkungsgrad als bisher eingesetzte Natriumdampflampen, aber auch hier wird der Rest in Wärme umgesetzt. So ist es extrem wichtig, insbesondere für die Leistungsfähigkeit der LEDs und deren Langlebigkeit, diese Wärme von der LED “weg zu bekommen”. Je heißer eine LED wird (und bleibt), desto weniger Leistung kann sie auf lange Zeit ausgeben.

Ein Lichtblick auch aus Jena

Aus England wurde kürzlich vermeldet, dass die Herstellkosten für Hochleistungs-LEDs, aufgrund weit verbesserter Fertigungsverfahren, um bis zu 90% gesenkt werden können.
Zudem forscht gerade die Jenaer Firma LUCAS an der Beseitigung des Wärme-Problems. Das Unternehmen ist die Deutschlandvertretung von opulent (Singapur). Diese wiederum sind Partner (first supplier) der großen Europäischen LED-Hersteller OSRAM und Philips. Indirekt sind die Jenaer in diesem Zusammenhang an über 130 (Forschungs-) Projekten beteiligt.

Über den Autor

Daniel Bohnsack ist verantwortlich für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beim Jenaer Technologie-Unternehmen Lucas instruments GmbH. Dessen Geschäftsfeld erstreckt sich unter anderem auf die Entwicklung von Bauelementen (z.B. Leiterplatten) für LED-Technik.


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | Weiterempfehlen | 2. März 2009




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