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LED-Taschenlampen - Blick in die Zukunft der Straßenbeleuchtung?

Von Thomas C. Stahl

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LEDs werden nicht erst seit kurzem als die Revolution bei Leuchttechnik und den ihr verwandten Bereichen (zum Beispiel Flachbildfernseher/-Monitore) angepriesen. Im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen wartet ein LED-Leuchtmittel mit höherer Effizienz sowohl bei Energie-Licht-Ausbeute als auch Lebensdauer auf.

LED-Forschung noch nicht beendet

Entgegen der öffentlichen Darstellung gilt es jedoch vor einem flächendeckenden Einsatz in allen Anwendungsbereichen noch einige Probleme zu lösen. So kämpfen nicht zuletzt Jenaer Forscher nach wie vor mit dem Hitzemanagement. Bevor dieses nicht zufriedenstellend geklärt ist, bleibt die LED besonders im Bereich Straßenbeleuchtung – also Leuchtmitteln ab einer gewissen Größe – eher Zukunftsmusik. Hat die entwickelte und auf die LED wirkende Wärme doch erheblichen Einfluß auf deren Leistung und insbesondere Lebensdauer.

Im Kleinen ist die LED ganz groß

In einem „kleineren“ Anwendungsgebiet sind LEDs jedoch mittlerweile fast Standart. Taschen- oder Stirnlampen bzw. deren Ableger an Fahrrädern und anderen Gefährten kommen heutzutage nur noch selten mit der guten alten Glühlampe – und wenn, nur im Billigsektor – auf den Markt.

[Trigami-Review]

Ganz vorne dabei ist auch hier eine deutsche Firma – zur Abwechslung jedoch nicht aus Jena. Das Unternehmen Zweibrüder aus Solingen fertigt hochwertige LED-Taschenlampen – auch wenn die Bezeichnung „Taschenlampe“ Qualität und Leistung der Geräte kaum gerecht wird.

Im Test: LED Lenser „Hokus Focus”

Als Beispiel sei hier die Mittelklasse-Lampe Hocus Focus vorgestellt. Sie wurde 2008 dem mit iF product design award ausgezeichnet und stellt laut Herstellerangaben einen „Durchbruch in der LED Fokussiertechnik“ dar.

Design und Funktionalität vereinen sich in dem Gerät im positiven Sinn. Klare Linien lassen zunächst an „Gefertigt in einem Guß“ glauben. Tatsächlich sind die beweglichen Elemente jedoch gekonnt „versteckt“.
Der gummierte Schalten am Ende der Lampe wirkt beinahe unsichtbar. Jemand, dem sie unvorbereitet in die Hand gedrückt wird, sucht zunächst nach „einem Knopf zum einschalten“.
Auch der drehbare Kopf ist auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen – im Gegensatz zu manch billigem Gegenstück. Dabei steckt in ihm die eigentliche Besonderheit: das Fokusiersystem.
Nicht nur Äußerlich macht die „Hocus Focus“ eine gute Figur. So stecken die drei AA-Batterien in einem hochwertigen Gehäuse mit vergoldeten Kontakten und lassen sich kinderleicht wechseln, ohne daß der Vorgang, wie manchmal üblich, zu einer wackeligen Angelegenheit verkommt.

Neben Aussehen und Handhabbarkeit zählt in erster Linie natürlich die Leistung. In diesem Fall also die Leuchtfähigkeit. Wer herkömmliche LED-Lampen kennt, erwartet davon nicht allzuviel … und wird positiv überrascht. Selbst bei Tageslicht und Sonnenschein erhellt der Lichtstrahl im fokussierten Modus den angeleuchteten Bereich. Defokussiert man die Lampe, ist zumindest noch eine gewisse Aufhellung zu erkennen.
Dabei ist das eigentliche Medium der Hocus Focus – wie für Taschenlampen gemeinhin üblich – die Nacht. Hier spielt sie trotz ihrer geringen Größe von knapp 13 cm bei rund 140g Gewicht ihre Stärken aus. Wer bisher glaubte, LEDs seien zwar ausdauernd und langlebig, die herkömmliche Glühbirne jedoch heller, sieht sich eines besseren belehrt. Fokussiert kann man eine begrenzte Fläche beinahe taghell beleuchten. Defokussiert wird aus einem nachtschwarzen Raum ein erhelltes Zimmer, in dem sogar Details wieder erkennbar sind. Das schaffen selbst herkömmliche Lampen nicht immer.

Langlebigkeit der Leuchtmittel ist eine grundlegende Eigenschaft der LED-Technik. Auch was die Betriebsdauer mit einem Batteriesatz betrifft, wird diese vom Hersteller mit 70 Stunden angegeben.
Gleichzeit hält die Hocus Focus einiges aus. Spritzwassergeschützt überlebt sie sogar ein kurzes Wasserbad. Beim – unbeabsichtigten – Sturz aus knapp 2 Metern auf Steinboden waren keine Schrammen zu erkennen … und geleuchtet hat sie natürlich auch noch.

Wohin geht die LED?

Die Hocus Focus von Zweibrüder zeigt, daß LED-Lampen im Outdoor- und Einsatzbereich (z.B. bei Rettungskräften und Polizei) längst die alte Glühbirne abgehängt hat. Zu überzeugend sind die Vorteile qualitativ hochwertiger Geräte.
Inwiefern sie jedoch auch im Bereich Straßenbeleuchtung bzw. großer Scheinwerfer einen ähnlichen Siegeszug antreten können, ist weniger eine Frage des „ob“, sondern vielmehr des „wann“. Beispiele wie die Hocus Focus lassen aber hochgerechnet auf zum Beispiel Straßenlampen die alten Leuchtmittel in diesem Bereich alt aussehen.

Video des Herstellers

Weitere Infos (Web-Links)

via Wikipedia


Kommentieren (0 vorhanden) | Lesezeichen | Weiterempfehlen | 29. März 2009




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