[Analyse]
Jena geht am 7. Juni wählen und nur wenige wissen, wen genau. Dabei ist das doch wichtigste Vorraussetzung für eine demokratische Wahl. Deshalb läuft auf Jenapolis die Aktion „Gut zu wissen, wen ich wähle“. Deren erste Auswertung kann nun gelesen werden.
Das Ergebnis zeigt einige Überraschungen. So hätten Die Linke und FDP die meisten Mitglieder in einem virtuellen „Demokratischen Stadtrat“. Gefolgt von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Der CDU stünde dagegen nur ein Sitz zu; die Bürger für Jena gehen sogar leer aus… weiter
Natürlich ist dieser Demokratische Stadtrat ein Konstrukt; jedoch basierend auf den Grundzügen einer parlamentarischen Demokratie:
“Demokratie heißt kommunizieren. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Einerseits müssen die Wähler jene kennen, denen sie alle paar Jahren ihre Stimme geben und damit zur Legitimität verhelfen. Nur wenn ich weiß, wen ich wähle, ist eine Wahl demokratisch. Andererseits ist eine parlamentarische Demokratie darauf angewiesen, dass die Volksvertreter nahe am Bürger sind, seine Ansichten und Forderungen kennen. Wie sonst sollten sie ihre Entscheidung als Vertreter (!) fällen können?”
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