Veranstaltungen vom 19. November 2007
22.11. (Do) – Glashaus im Paradies
Die Fortsetzung der langen Nacht der populären Tanzfilme zeigt zwei extrem unterschiedliche Filme, die aber eines gemeinsam haben: die unbedingte Liebe zum Tanz.
„Saturday Night Fever” – 19.30 Uhr

„Saturday Night Fever“ gehört zu den Streifen, die einfach so daherkommen und dabei die kulturelle Wahrnehmung einer ganzen Generation beeinflussen. Nach der Erstaufführung des Films 1977 regierte Discomusik die Tanzflächen und John Travolta wurde der heißeste Star im Land.
Dabei ist die Geschichte des Kultstreifens eigentlich recht einfach: Der junge Italo-Amerikaner aus Brooklyn, Tony Manero, arbeitet in einem Laden für Malerbedarf und wohnt noch zu Hause. Dabei sehnt er sich danach, der bürgerlichen Enge seiner fest umgrenzten Welt zu entkommen. Nachts wird er zum in Polyester gehüllten Hengst des örtlichen Nachtclubs.
Der Soundtrack, der zu einem unglaublich erfolgreichen Album wurde, wird von den Bee Gees dominiert, unter anderen „Staying Alive“ und „Night Fever“.
USA | 1977 | 113’ | R: John Badham | D: John Travolta, Karen Lynn Gorney, Barry Miller, Joseph Cali
„Billy Eliot – I Will Dance” – 21.30 Uhr
Als sich die Box- und Ballettgruppe im nordenglischen Durham die Halle teilen muss, entdeckt der elfjährige Billy den Tanz für sich, hängt die Boxhandschuhe erleichtert an den Nagel und beginnt mit Begeisterung zu trainieren – heimlich. Vater und Bruder – beides streikende Minenarbeiter – würden diese Leidenschaft nie verstehen, immerhin sind für sie alle Tänzer homosexuell und überhaupt passt Tanzen so gar nicht in die raue englische Kleinstadt. Allein seine Ballettlehrerin unterstützt Billy und ermutigt ihn bei der Royal Ballet School in London vorzutanzen.
„Billy Elliot – I Will Dance” verbindet das traditionelle Genre des Tanzfilms mit dem britischen
Arbeiterkino. Die einfache Welt der Bergleute wird plötzlich mit der Welt des künstlerischen Balletts konfrontiert. „Das Geheimnis beim Tanzen ist, das es um wesentlich mehr als nur das Tanzen geht“ ist einer der Kernsätze des Films und da ist wahrlich einiges dran.
GB | 2000 | 106’ | R: Stephen Daldry | D: Jamie Bell, Julie Waters, Jamie Draven, Gary Lewis, Stuart Wells
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