Theater vom 18. November 2007
21. November (Mi), 20 Uhr – Theaterhaus Jena

speed. neither/nor zeigt einen instinktiven Drive, der sich unaufhaltsam in sich selbst beschleunigt. Und zwar bis zur Auflösung der Parameter von Zeit und Raum und bis zum Verglühen der Körperkräfte. Gehetzt durch das Hintergrundgeräusch versuchen die zwei Tänzer in gnadenloser Hochgeschwindigkeit all die offenen Fragen zu konzentrieren, mit denen ein Mensch beim Älterwerden konfrontiert ist. Befremdlich unaufhaltsam.
“Für den heutigen westlichen Menschen, auch wenn er kerngesund ist, erzeugt der Gedanke an der Tod eine Art Hintergrundgeräusch das sein Gehirn erfüllt, sobald die Pläne und Wünsche weniger werden. Mit fortschreitendem Alter wird die Gegenwart dieses Geräusches immer aufdringlicher, man kann es mit einem dumpfen Rauschen vergleichen, das manchmal von einem Knirschen begleitet wird. In anderen Zeitaltern wurde das Hintergundgeräusch durch das Warten auf das Reich des Herrn erzeugt; heute wird es durch das Warten auf den Tod erzeugt. So ist das nun mal.“ (Michel Houellebec)
- Speed is like a wounded dog that keeps running until it falls over. –
Choreographie und Tanz: Joachim Schlömer, Graham Smith, Sound und Video: Vijay Salgado, Lichtdesign: Andreas Grüter, Kostüme und Bühne: doghouse associates, Produktion: Teatro o Bando (Portugal), Tanzhaus Wasserwerk und Kaserne Basel (Schweiz)
Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und der Medien sowie der Kultur- und Kultusministerien der Länder. (+ Logo NPN)
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