Medienspiegel vom 19. Februar 2009
Im Grunde genommen ist es grotesk: Da marschieren zumeist kurz geschorene und in Bomberjacken nebst dazu gehöriger Springerstiefel gehüllte Rechtsextreme in angeblicher Trauer um die Opfer der alliierten Bombenangriffe auf Dresden „friedlich“ daher. Denn man will ja die Öffentlichkeit davon überzeugen, NPD & Co. seien ja so was von demokratische Parteien. Und dann prügeln ebenjene Marschiereviels auf dem Rastplatz Teufelstal Gegendemonstranten krankenhausreif.
Grotesk? Ja. Denn genannte Parteien können den Drang ihrer Anhänger zur Gewalt gegen Andersdenkende nicht verbergen – es ist wie vor 70 Jahren.
Des Themas nahmen sich dann nach der Polizei natürlich auch die Medien an. In einem solchen Ausmaß, dass man meinen könnte, die Wirtschaftskrise sei ein Klacks dagegen. Einerseits ist das gut. Baut es doch Druck gegen die Täter auf. Andererseits scheint sich die Polizei ebenfalls unter Druck gesetzt zu fühlen. So sucht man Zeugen, die nach der eigentlichen Tat gegen ebendiese demonstriert hatten. Was bitte schön sollen das für Zeugen sein? Hier wird der rechtsextremen Szene wiedereinmal die ungeschützte Seite zum darauf einschlagen vorgesetzt.
Danach übernahm die Staatsanwaltschaft Gera die Pressearbeit. Bei soviel Medienrummel und -aufmerksamkeit kein Wunder:
Wie immer der Hinweis: Weil OTZ und TLZ ihre Artikel nach wenigen Tagen für den freien Zugang sperren, werden sie natürlich auch nicht verlinkt.
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