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Science City Jena - Die bittere Heimniederlage gegen Ulm

Wo: Science-City-Jena - Wann: 8. April 2008

Die Niederlage des Basketballteams Science City Jena gegen Ulm hat fast jede Hoffnung auf den Klassenerhalt zu nichte gemacht. Trotz teilweise nicht schlechten Spiels gelang es den Jenaern nicht, sich zu behaupten. 65:68 stand es am Ende – knapp, aber zu wenig.

Es hätte ein Sieg für Jena werden müssen, um dem Fünkchen Hoffnung neue Nahrung zu geben. Ein Sieg war also Pflicht, um nicht ganz und gar den Anschluss an einen Nichtabstiegsplatz zu verlieren. Doch das Team um Trainer Sean McCaw verlor am Sonntagabend in der JenArena das so wichtige Spiel gegen ratiopharm Ulm mit 65:68 (34:35). Für Ulm ein wichtiger Sieg. Liebäugelt man doch nach erst zwei Jahren BBL-Zugehörigkeit mit einem Play-Off-Platz. Jena dagegen muss mindestens vier Siege aus noch sechs ausstehenden Spielen holen, um in der 1. Liga zu bleiben. Ein eher unmögliches Unterfangen; zumal man erst vier Siege überhaupt verbuchen konnte.

Bereits im ersten Viertel zeichnete es sich ab, dass auch dieses erneute Aufeinandertreffen mit Ulm kein leichtes werden wird. In einem temporeichen Spiel zogen die Gäste aus Ulm schon nach wenigen Minuten auf und davon, hatten jedoch auch das Glück auf ihrer Seite. Bei den Jenaern fanden gerade mal 30 Prozent aller Würfe den Weg durch den Korb. Unnötige Ballverluste (6) verhinderten einen ruhigen und erfolgreichen Spielaufbau; Jenaer Hektik begünstigte den Wurfabschluss der Ulmer. Diese bauten bis zum Ende des ersten Viertels ihre Führung auf 20:12 aus.


Jason Miller beim Korbwurf
Im zweiten Viertel sahen die 1.500 Zuschauer in der JenArena eine komplett andere Jenaer Mannschaft, die Druck auf den Gegner ausübte und so Punkt für Punkt aufholte. In der vierten Spielminute schaffte Jason Miller mit einem erfolgreichen Dreipunktversuch sogar die Führung zum 26:25. Doch die Gäste zeigten Biss und ließen sich durch den Zwischenspurt der Saalestädter nicht beeindrucken. Das Spiel gestaltete sich bis zum Ende der ersten Halbzeit sehr offen. Friedrich Lennartz erzielte noch einmal den Ausgleich bevor es mit einem knappen 34:35 in die Kabinen ging.

Zurück kam allerdings ein Jenaer Team, das in keinster Weise an die Leistungen zuvor anknüpfen konnte. Zwar hielt man bis zur siebten Minute des dritten Viertels noch mit den sehr gewandten und schnell operierenden Ulmern mit, doch danach hatte sich Science City Jena das Spiel mehr und mehr aus der Hand nehmen lassen. Wiederholt war ein Einbruch zu verzeichnen, den die Gäste gnadenlos ausnutzten und zur 54:45-Führung nach 30 Minuten ausbauten. Kraftlos und statisch gerieten die Aktionen der Jenaer und für Ulm in der Defensive leicht zu durchschauen.

Bereits ausgepowert und mit einer kleinen 7-Mann-Rotation mussten die Jenaer nun im letzten Viertel wieder einem Punkterückstand hinterher laufen. Dazu kam, dass sowohl Gregor Linke als auch Jason Miller mit dem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen durften und so zum Zuschauen verdammt waren. Trotzdem kamen die Hightowers nochmals bis auf drei Punkte an Ulm heran – eine Verlängerung wäre möglich gewesen, wenn Pass und anschließender Korbwurf vier Sekunden vor dem Abpfiff geglückt wären.

Doch das Spiel verloren haben die Jenaer Basketballer bereits in den Vierteln zuvor. Als es nicht gelang, die Bälle sicher im Korb zu versenken (35 Prozent Wurfquote), Ballverluste sich häuften (16 Turnover) und Abstimmungsfehler den Ulmern zu einfachen Würfen verhalfen. Daraus resultierte eine sehr bittere Niederlage für Science City Jena, die den Verbleib in der BBL jetzt so gut wie unmöglich macht.

Trainerstimmen zum Spiel:

Mike Taylor, Trainer ratiopharm Ulm: „Es war ein schweres Spiel mit einer hohen Intensität in der Defensive. Es war schwer für uns, zu siegen. In der zweiten Halbzeit war ich begeistert vom Spiel meiner Mannschaft. Es war kein leichter Sieg, denn Jena hat eine starke Leistung in der Verteidigung gezeigt.“

Sean McCaw, Trainer Science City Jena: “Es war ein harter Arbeitstag. Die Mannschaft wollte unbedingt den Sieg. Wir haben im dritten Viertel den Sieg verschenkt. Danach hat es uns viel Kraft gekostet, von hinten wieder aufzuholen.“

Friedrich Lennartz, Spieler Science City Jena: „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Leider hatten wir auch in diesem Match wieder ein Auf und Ab in den einzelnen Vierteln. Trotz der Niederlage haben wir noch Chancen auf den Klassenerhalt. Die Mannschaft hat sich noch nicht aufgegeben.“

Statistik zum Spiel:

Spielverlauf:

1. Viertel: 12:20
2. Viertel: 22:15, Halbzeit: 34:35
3. Viertel: 11:19
4. Viertel: 20:14, Endstand: 65:68

Beste Werfer Ulm:

Romeo Travis: 13 Punkte, 5 Rebounds, 3 Steals, 2 Blocks
Jeff Gibbs: 13 Punkte, 9 Rebounds, 1 Assist, 4 Steals
Konrad Wysocki: 10 Punkte, 5 Rebounds, 1 Assist

Spieler Jena:

Alexander Seggelke: 15 Punkte, 4 Rebounds, 1 Assist, 30:47 Minuten Spielzeit
Jason Miller: 15 Punkte, 5 Rebounds, 1 Assist, 1 Steal, 1 Block, 28:22
Gregor Linke: 11 Punkte, 3 Rebounds, 12:11
Ajmal Basit: 9 Punkte, 11 Rebounds, 2 Blocks, 31:54
Mark Davis: 7 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists, 1 Steal, 1 Block, 32:04
Lavelle Felton: 5 Punkte, 4 Rebounfds, 6 Assists, 37:14
Friedrich Lennartz: 3 Punkte, 1 Rebound, 7:33
Brendan Plavich: 3 Rebounds, 2 Assists, 19:55

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