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FF USV Jena steigt in die 1. Fußball-Bundesliga auf

Frauenfußball USV Jena vom 25. Mai 2008

Mit 3:2 unterlag heute die 1. Mannschaft vom FF USV Jena zwar ihrem direkten Konkurrenten VfL Sindelfingen. Doch hätte die Tordifferenz im Spiel mindestens acht betragen müssen, um den Traum vom Aufstieg noch zu vereiteln. Deshalb heißt es nun 1. Liga. Ein tröstlicher Ausgang der Jenaer Mannschaftssportsaison.


Jubel nach dem Abpfiff, Foto: FF USV Jena
Der Jubel war groß nach dem letzten Heimspiel der USV-Frauen. Wähnte man sich doch mit drei Punkten Vorsprung und einem dicken Polster von 16 Toren gegenüber dem Konkurrenten Sindelfingen bereits in der 1. Bundesliga. Doch im Frauenfußball enden selbst Spitzenspiele nicht selten recht kurios. Experten und solche, die sich dafür halten, unkten angesichts der Aufstiegslaune bereits mit einer 0:8 Niederlage der Jenaer am letzten Spieltag – ausgerechnet gegen den VfL Sindelfingen.

Ein wenig hatten sie dann sogar recht: Der FF USV Jena verlor die heutige Partie und hat nun gemeinsam mit dem Tabellenzweiten 56 Punkte. Doch lautet das Ergebnis nicht wie angedroht. Den Sindelfingerinnen gelangen nur 3 Tore – selbst wenn die Jenaer nicht ebenfalls zwei geschossen hätte, wären sie auf dem Weg in die Königsklasse nicht mehr aufzuhalten gewesen. Im offiziellen Live-Ticker des FF USV ließt sich das am Ende so:
„AUS! AUS! … Der FF USV Jena spielt 1.Bundesliga ! … unbeschreiblicher Jubel auf dem Platz- 1.BUNDESLIGA Jena ist dabei!“

Die sportliche Reaktion des FC Carl Zeiss Jena ließ nicht lange auf sich warten. Als erster Gratulant schickte der unglückliche Absteiger in die 3. Bundesliga eine Pressemitteilung in den Äther:

FCC gratuliert dem FF USV Jena e.V. zum Aufstieg
FCC-Präsident Peter Schreiber: „Unsere herzlichsten Glückwünsche gehen an Spieler, Verantwortliche und Fans des FF USV Jena, die sich mit dem Aufstieg in die 1. Bundesliga sicher einen Traum erfüllt haben. Das Team um Dr. Schmidt-Röh, Prof. Werner Riebel und Trainerin Heidi Vater ist für zielstrebige, kontinuierliche und engagierte Arbeit belohnt worden. Der FC Carl Zeiss Jena drückt den Fußballerinnen und Verantwortlichen für die kommende Saison natürlich fest die Daumen. Zunächst jedoch sollen sie feiern – sie haben es sich verdient.“
Auch Jenas Sportlicher Leiter Carsten Linke freut sich mit dem FF USV Jena: „Es ist toll für die Stadt, sich neben dem FC Carl Zeiss Jena, der dieses Jahr leider abgestiegen ist, nun auch mit einem Erstligisten im Fußball schmücken zu dürfen. Die Frauen haben es vorgemacht. Kompliment!“
Die nachbarschaftliche Beziehung zum FF USV Jena auch auf dem Rasen zu intensivieren, strebt FCC-Präsident Peter Schreiber an: „Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit, in absehbarer Zeit mal etwas gemeinsam zu veranstalten. So unter Nachbarn…..“

Nachbarn im Spielbetrieb werden beide Vereine wohl nicht mehr lange sein. Im Stadtrat plädieren viele dafür, daß dem FF USV das Ernst-Abbe-Sportfeld nicht verwehrt werden dürfe. „Die Stadt ist Eigentümer und trägt den größten Teil der Unterhaltungskosten. Warum sollten die Frauen nicht dort spielen dürfen?“, so Daniel Bohnsack.
Bald also wird es in der Oberaue erstklassig zugehen – im Schatten der Fußball-WM 2011 eine phantastische Entwicklung für Jena.

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