FC Carl Zeiss Jena vom 25. Juli 2008
Es geht wieder los! Mit dem Start der 3. Bundesliga an diesem Wochenende steht auch der FC Carl Zeiss Jena wieder auf dem Rasen, der für viele Menschen auch in Jena die Welt bedeutet. Doch die Stimmungslage ist vor dem ersten Spiel gedämpft. Zu sehr haften die letzten Spieltage der vergangenen Saison im Gedächtnis. Dabei verspricht die neue Liga eine spannungsreiche Spielzeit.
Wohin geht die Reise des FCC in der ersten Saison der 3. Bundesliga? Diese Frage stand nicht nur den Journalisten und Reportern am Donnerstag ins Gesicht geschrieben, als Henning Bürger (Trainer), Niels Hansen (Mannschaftskapitän) und Andreas Trautmann (Pressesprecher) zur Pressekonferenz riefen.
Nach den mehr als durchwachsenen Leistungen der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga stapelt man im Ernst-Abbe-Sportfeld jedenfalls tief. „Die neue Liga muß sich erst finden. Unser Ziel ist aber ein Platz im oberen Drittel.“ gab Hansen einen eher moderaten Weg zu Protokoll. Für einen Absteiger sicherlich eher ungewöhnlich. Haben Vereine in dieser Rolle doch zumeist den direkten Wiederaufstieg aggressiv im Visier. Doch beim FC Carl Zeiss Jena stecken die haushohen Niederlagen der letzten Spieltage wohl immer noch in den Gliedern von Mannschaft und Verantwortlichen. Immerhin hatte man auf – im negativen Sinn – spektakuläre Art und Weise die letzten Chancen auf den Klassenerhalt geradezu verschenkt.
3. Liga = Spannung?
Da paßt es gut, daß mit Erzgebirge Aue, gegen das man haushoch verloren hatte, gleich am 2. Spieltag die Möglichkeit zur direkten Revanche ins Haus steht. Überhaupt birgt die 3. Liga einiges an Zündholz. Stehen mit Dresden und Erfurt doch zwei weitere Gegner für emotionale Ostderbys bereit. Besonders die Rot-Weißen aus der Thüringischen Landeshauptstadt werden wohl jene Atmosphäre auch im Ligabetrieb in das Ernst-Abbe-Sportfeld holen, die den Fußball letztendlich erst ausmacht. Umgekehrt dürfte sich eine Reise in die Domstadt auch für Jenaer endlich mal wieder lohnen – zum Auswärtsspiel des FCC bei RWE.
Trotz der Live-Übertragung der „Ostspiele“ durch den MDR dürften die Stadien also voll werden. Einen ersten Beweis dafür könnte die Partie am heutigen Freitag zwischen Erfurt und Dresden liefern.
Unbekannter Gegner am 1. Spieltag
An diesem Wochenende steht für den FCC jedoch zunächst der SSV Jahn 2000 Regensburg auswärts auf dem Plan. Über den doch recht unbekannten Namen des Gegners hat sich das Trainerteam nicht hinwegtäuschen lassen. Dennoch kann trotz intensiver Begutachtung auf Grund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle bei den Regensburgern noch keine Aussage darüber getroffen werden, wie deren Mannschaftsaufstellung aussehen wird. Nichts desto trotz kenne man natürlich die Spielweise, so Henning Bürger.

Training vor den Augen Henning Bürgers Wie der FC Carl Zeiss Jena spielen wird, ist dagegen nicht all zu schwer zu erraten. Immerhin proklamierte Henning Bürger bereits zu seiner Amtseinführung als Cheftrainer der 1. Mannschaft einen jungen Offensiv-Fußball. Auch wenn die Vorbereitungszeit „wie immer sehr trainingsreich“ gewesen sei, sehe er die nötige Frische in der Mannschaft. Die wird auch bitternötig sein. Offenbarte die vergangene Saison doch in fast jedem Spiel auch konditionelle Probleme der Jenaer Spieler – ein Umstand, den der „neue“ Trainer damals freilich nur bedingt zu verantworten hatte.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Zum Schluß sprach Henning Bürger dann aber doch jenen Satz, den viele Fans nach außen hin nicht fordern, innerlich jedoch hoffen: „Wenn man als Verein einmal in der 2. Bundesliga gewesen ist, möchte man natürlich auch wieder dorthin zurück“.
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