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Virtuelles Stadion immer erfolgreicher - Nachahmer schon am Start

von Thomas C. Stahl ( 8. Februar 2010)

„Das Engagement unserer Fans ist schon einmalig. Und dennoch schaffen sie es, es
jedes Mal noch zu toppen“, freut sich FCC-Pressesprecher Andreas Trautmann über
eine neuerliche Unterstützung aus der Fanszene des Traditionsvereins.

Eine Pressemitteilung von Andreas Trautmann, Pressesprecher und Medienbeauftragter des FC Carl Zeiss Jena.

FCC-Fans buchen Werbebande im virtuellen Stadion

Nach der Verlegung des Thüringenderbys von Samstag auf den kommenden Donnerstag haben sich Jena-Fans zusammengetan, um im virtuellen Stadion des FC Carl Zeiss Jena eine Werbebande zu buchen. Initiator Jens Klebe: „Einigen Fans ist durch diese Verlegung des Derbys auf einen Wochentag der Besuch des Spiels
einfach nicht möglich. Wir haben überlegt, ob wir nicht das ersparte Geld für Anreise und Ticket nicht doch irgendwie dem FCC zukommen lassen könnten. Also haben wir einen Aufruf im Jenaer Fanforum zum Sammeln für eine Werbebande gestartet.“

Und schon jetzt sind mehr als €1.400,00 zusammen gekommen, die dem Verein
bereits symbolisch übereicht wurden. Jens Klebe bei der Scheckübergabe im Stadion im Rahmen des Heimspiels gegen den FC Erzgebirge Aue: „Mit einer solchen Resonanz binnen kürzester Zeit haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet. Zumal die Aktion noch bis zum Derby läuft.“

Für die Verwendung des Geldes, das über die € 1.400,00 – soviel kostet die
Werbebande im virtuellen Stadion – hinaus geht , haben die Fans auch schon eine Idee: Damit sollen auf der Haupttribüne des virtuellen Stadions Plätze für bereits verstorbene Spieler des FC Carl Zeiss Jena Plätze gebucht werden. Trautmann: „Hier geht es um die Symbolik. Die Idee, den Altvorderen des FC Carl Zeiss Jena wie Roland Ducke, Blochwitz oder Woitzat, die nicht mehr unter uns weilen, somit ein kleines Denkmal zu setzen, finden wir großartig.“

Arminia-Fans wollen Jenaer Idee aufgreifen

Großartig findet man beim FCC auch, dass die Fans des finanziell angeschlagenen Zweitligisten Arminia Bielefeld, die Jenaer Idee des virtuellen Stadions aufgreifen
wollen, um ihrem Verein zu helfen (Quelle: „Neue Westfälische“ vom 08.02.) Trautmann: „Für uns in Jena, für den Verein und dessen Fans, ist es eine tolle
Sache, wenn man auch woanders in Deutschland auf die Aktion aufmerksam geworden ist, und sie vor allem als nachahmenswert erachtet. Das ist ein Kompliment.“

Ende der Pressemitteilung

Nicht ganz Idee des FCC!

Dass es sich beim virtuellen Stadion um eine reine FCC-Idee handelt, darf jedoch bezweifelt werden. Das Konzept erinnert sehr stark an die sogenannte Million Dollar Homepage von Alex Tew. Seine Idee wurde mittlerweile tausendfach kopiert und teilweise weiterentwickelt.

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