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Tier & Umwelt

Stadt Jena bewirbt sich um Gold

Berichte vom 14. Mai 2007

Zumindest bei dem European Energy Award®, der europäischen Auszeichnung für energieeffiziente Städte und Gemeinden. Es ist ein mehrjähriges Programm, das kommunale Energiearbeit optimieren und erfolgreich umsetzen helfen soll. Mittels eines differenzierten Bewertungssystems werden jährlich die Leistungen verglichen und in Punkte umgerechnet. Wenn mindestens 50 Prozent der Gesamtpunktzahl erreicht wurden, dann gibt es Silber; bei 75 Prozent erhält der Teilnehmer den Preis in Gold. Insgesamt nehmen europaweit momentan 400 Kommunen aus zehn Ländern am Zertifizierungsverfahren teil; aus Deutschland 97. Die Stadt Jena ist 2004 in den Prozess der Zertifizierung eingestiegen; bereits ein Jahr später erhielt man den Preis in Silber. Jetzt liegt die Saalestadt, ohne Industrie und Wirtschaft einbezogen, bei einer Energieeffizienz von 82 Prozent, d. h. Goldstatus. „Wir haben alle Unterlagen für den Preis eingereicht. Am 13. Juli findet die Auditierung für die Auszeichnung in Gold hier in Jena statt.“, weiß Dr. Iris Pudenz, zuständige Mitarbeiterin im Umweltamt, zu berichten. Bisher haben erst zwei deutsche Kommunen diese Auszeichnung in Gold bekommen. Für dieses europäische Zertifizierungsprogramm wurde eigens ein Energieteam in der Stadtverwaltung gebildet, in dem verschiedene Kompetenzen zusammen geführt werden. Da arbeiten zum Beispiel Umwelt- und Stadtplanungsamt, Verkehrsplanungs- und Tiefbauamt, die Eigenbetriebe, die Stadtwerke Jena- Pößneck oder die Jenaer Nahverkehrsgesellschaft an Lösungen, um die Energieeffizienz zu verbessern. Koordiniert wird das Ganze vom Umweltamt. Allein im Jahre 2006 wurden so 33 Maßnahmen und Projekte betreut. „Darunter ist der Wettbewerb „Energiesparen macht Schule“; die erste Energiesparwoche in der Stadtverwaltung; die Energieanalyse von zehn Sporthallen; die Novellierung der Fernwärmesatzung; die Errichtung mehrerer Blockheizkraftwerke oder die Prüfung des Einsatzes von Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden.“, zählt Frau Dr. Pudenz auf. Bereits 2006 habe man begonnen, für die Stadt Jena ein langfristiges Leitbild zu Energie und Klimaschutz anzulegen sowie ein Energiekonzept u. a. zur CO2-Reduzierung aufzustellen. Ziel sei es, auch in den nächsten Jahren weiterhin die Energieeffizienz zu steigern und gleichzeitig die Kosten- und Umweltbelastung zu senken. Text/Foto: Sigrun Krause Blockheizkraftwerk in Lichtenhain,
Inbetriebnahme Ende Januar 2007

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