Stadtwerke vom 7. Mai 2007
Seit dem 1. Mai stehen Theaterhaus und Kassablanca 100-prozentig unter Öko-Strom. Beide Häuser haben sich entschieden, ihren Strombedarf komplett aus grünem Strom zu decken, den die Stadtwerke Jena-Pößneck im Rahmen des energreen-Projektes liefern. Dieser wird vollständig aus Windkraft, Biomasse, Solarstromanlagen oder Wasserkraft gewonnen. Mit der Entscheidung für Ökostrom tragen Theaterhaus und Kassablanca aktiv zum Klima- und Umweltschutz bei. Gegenüber dem bisherigen Strombezug produziert das Theaterhaus rund 62 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr weniger beim Kassablanca sind es 56 Tonnen. Außerdem wird durch die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in beiden Häusern zusammen 70 Gramm radioaktiver Abfall eingespart, der sonst in Atomkraftwerken entstünde. Die Mehrkosten für diesen selbstgemachten Atom- und Kohlendioxid-Ausstieg legen beide Häuser auf die Eintrittskarten um, die sich jeweils um 10 Cent verteuern. Bereits seit 1999 bieten die Stadtwerke unter dem Markennamen energreen Ökostrom an. Die derzeit rund 70 energreen-Kunden zahlen dafür pro Kilowattstunde 4,76 Cent mehr gegenüber normalen Strom. Für einen durchschnittlichen Jenaer Haushalt bedeutet das eine monatliche Mehrbelastung von rund sieben Euro. Das Geld aus dem Ökostromverkauf wird zu 80 Prozent regional in neue Anlagen zur Stromer¬zeugung durch Windkraft, Biomasse, Solarstrahlung, Kleinwasserkraft und Erd¬wärme beziehungsweise Geothermie investiert. Die übrigen 20 Prozent fließen in überregionale Marketing- und Zertifizierungsmaßnahmen. In und um Jena konnten die Stadtwerke bisher sieben Projekte aus energreen-Mitteln unterstützen: vom Rapsöl-Blockheizkraftwerk für die Waldorf¬schule bis hin zur Wasserkraftanlage im Pumpwerk Mühltal. energreen-Strom ist von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden mit dem “Grünen Strom Label” in Gold zertifiziert. Die Maßnahme ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen (VKU), Köln. Ökostrom gibt es von vielen Anbietern. Die Besonderheit von energreen: Die Initiative soll bundesweit eine Veränderung der Strom-Zusammensetzung zugunsten erneuerbarer Energien bewirken. Ökostrom-Interessenten sollten darauf achten, dass Produktversprechen der Anbieter den Bau von Neuanlagen enthalten und nicht lediglich die Lieferung von Strom aus bestehenden Kraftwerken. Sonst findet keine Veränderung der Zusammensetzung des Stroms zugunsten erneuerbarer Energien statt. (jenakompakt.de) Foto: Stadtwerke Jena-Pößneck

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