Wo: Jenoptik - Wann: 14. Mai 2007
Jenoptik konnte in den ersten drei Geschäftsmonaten 2007 die erfolgreiche Entwicklung des Jahres 2006 fortsetzen. Beim Umsatz, dem operativen Ergebnis der drei Sparten sowie dem Auftragseingang erzielte der Konzern gegenüber dem Vorjahresquartal prozentual zweistellige Zuwächse. Der Umsatz des Jenoptik-Konzerns stieg im 1. Quartal 2007 um 18,1 Prozent auf 128,8 Mio. Euro (Vorjahr: 109,0 Mio. Euro). Das organische Wachstum lag bei rund 10 Prozent. Mit rund 7 Mio. Euro sind Umsätze der im Herbst 2006 erworbenen Etamic enthalten, die das Umsatzplus anorganisch verstärkten. 60 Prozent bzw. absolut 77,2 Mio. Euro des Umsatzes kamen aus dem Ausland (Vorjahr: 59,3 Prozent). Wachstumsmotor blieb die Sparte Laser & Optik. Aus dem rein operativen Geschäft der drei Sparten resultierte ein EBIT in Höhe von 10,8 Mio. Euro gegenüber 8,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) des Gesamtkonzerns betrug 9,0 Mio. Euro und entsprach damit etwa dem Vorjahresniveau von 8,9 Mio. Euro. Im Vorjahr prägte ein einmaliger Ertrag aus dem Immobilienbereich von rund 1,5 Mio. Euro das EBIT der sonstigen Bereiche (Jenoptik-Holding, Immobilien, Konsolidierung). Die EBIT-Marge des Konzerns lag dementsprechend bei 7,0 Prozent (Vorjahr: 8,2 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern betrug 2,7 Mio. Euro nach 5,3 Mio. Euro im 1. Quartal des Vorjahres. Ursache ist erwartungsgemäß ein schlechteres Zinsergebnis, was sich bis zum 4. Quartal 2007 fortsetzen wird. In den ersten Monaten des vergangenen Jahres waren Zinserträge im Zusammenhang mit dem Verkaufsprozess von M+W Zander enthalten. Die gute Konjunkturentwicklung sowie neue Produkte und Technologien führten zu einem Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns, der den des Vorjahreszeitraumes mit 140,9 Mio. Euro um 20,1 Prozent überstieg (Vorjahr: 117,4 Mio. Euro). Der Auftragsbestand lag mit 448,6 Mio. Euro leicht über dem Vergleichswert (Vorjahr: 444,7 Mio. Euro). Nicht im ausgewiesenen Auftragseingang und bestand enthalten sind Neuaufträge der Verkehrssicherheitstechnik aus Nordamerika im Bereich des Service-Providing. Hier verfolgt Jenoptik ein neues Geschäftsmodell, bei dem die Anlagen nicht nur installiert, sondern auch betrieben werden. Da der Auftragseingang und künftige Umsätze daraus im Vorfeld aufgrund variabler Umsatzkomponenten nicht mit der erforderlichen Genauigkeit angegeben werden können, hat Jenoptik entschieden, diese Aufträge erst zum Zeitpunkt der jeweiligen monatlichen Umsatzfakturierung als Auftragseingänge auszuweisen. Dies betrifft auch den Anfang Januar 2007 vermeldeten Großauftrag aus Kanada über mehr als 10 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl des Jenoptik-Konzerns hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2006 um 59 auf 3.251 erhöht (per 31.12.2006: 3.192 Mitarbeiter). Der Mitarbeiterzuwachs verlief unterproportional zum Umsatzwachstum und resultierte sowohl aus Neueinstellungen als auch aus Erstkonsolidierungen. Im Ausland arbeiteten 424 Mitarbeiter und damit 13 Prozent der gesamten Jenoptik-Belegschaft. Die wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns haben sich gegenüber dem 31.12.2006 kaum verändert. Mit 200,6 Mio. hat sich die Nettoverschuldung zum Stichtag 31.03.2007 leicht reduziert (per 31.12.2006: 203,0 Mio. Euro). Das Eigenkapital des Jenoptik-Konzerns stieg um 7,6 Mio. Euro auf 306,9 Mio. Euro und lag damit wieder deutlich über der 300-Millionen-Euro-Marke (per 31.12.2006: 299,4 Mio. Euro). Neben dem Quartalsgewinn hat die Wertsteigerung der Anteile an der börsennotierten PVA TePla AG wesentlich dazu beigetragen. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme, die Eigenkapitalquote, stieg leicht auf 35,0 Prozent (per 31.12.2006: 34,3 Prozent). Beim Ausblick für das Gesamtjahr 2007 hält Jenoptik an dem Ende März veröffentlichten Geschäftsbericht fest: Für 2007 strebt der Konzern Umsatzerlöse zwischen 510 und 535 Mio. Euro an. Beim Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit wird eine EBIT-Marge von 7,5 bis 8 Prozent angestrebt. Diese Zielmarge ist neben dem voraussichtlich relativ geringen Ergebnisbeitrag der Etamic bei grob 30 Mio. Euro Umsatz auch auf den Anlauf kleinerer F+E-Projektgesellschaften zurückzuführen, die erst ab 2008/2009 zum Geschäftserfolg beitragen sollen. Das Zinsergebnis wird das Geschäftsjahr 2007 bis zur endgültigen Ablösung der festverzinslichen Anleihe negativ belasten. Potenziale einer qualitativen Ergebnisverbesserung sieht Jenoptik in Massen und Lerneffekten, einer aktiven Portfoliosteuerung, der erfolgreichen Integration von Akquisitionen, der Markteinführung neuer Produkte sowie der weiteren Internationalisierung. (jenakompakt.de)

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